Kupfer(II)-hydroxid Cu(OH)₂ – Angebot, Preis, Bezugsquellen | Hersteller und Vertreiber
Kupfer(II)-hydroxid Cu(OH)₂ – hohe Reinheit, CoA/SDS-Unterlagen, technischer Support. Kupfer(II)-hydroxid ist eine anorganische chemische Verbindung mit der Formel Cu(OH)₂, die in unserem Sortiment in hoher Reinheit erhältlich ist und speziell für Forschungslabore, Hochschulen, die chemische und keramische Industrie sowie produzierende Unternehmen bestimmt ist. Als erfahrener Distributor chemischer Rohstoffe bieten wir Kupfer(II)-hydroxid in den Reinheitsgraden „d.a.“ und „pro analysi“ (p.a.) an, wobei jeder Lieferung die vollständige technische Dokumentation beiliegt.
Jeder Bestellung legen wir ein Analysezertifikat (CoA), ein Sicherheitsdatenblatt (SDS) sowie eine technische Spezifikation bei. Wir garantieren eine gleichbleibende Qualität über alle Chargen hinweg, wettbewerbsfähige Großhandelspreise sowie technische Unterstützung in jeder Phase der Zusammenarbeit.
Hauptanwendungsbereiche: Labor- und Analysereagenz, Färbung von Keramik und Glasuren, Pflanzenschutz in der Landwirtschaft, Synthese von Kupferverbindungen, Proteinanalyse (Reagenz bei Biuret-Tests).
Grundspezifikation – Kupferhydroxid Cu(OH)₂
| Chemische Bezeichnung | Kupfer(II)-hydroxid |
|---|---|
| Synonyme | Kupfer(II)-Hydroxid, Cu(OH)₂, zweiwertiges Kupferhydroxid, Cupric Hydroxide |
| Chemische Formel | Cu(OH)₂ |
| CAS-Nummer | 20427-59-2 |
| EG-Nummer (EINECS) | 243-815-9 |
| Molmasse | 97,56 g/mol |
| Aggregatzustand / Form | Blaues Pulver oder gelartiger Niederschlag, fest |
| Zersetzungstemperatur | 80–100 °C (Beginn der Zersetzung zu CuO + H₂O); vollständige Zersetzung bei höheren Temperaturen |
| Verfügbare Reinheitsgrade | c.d.a. / Pro analysis (p.a.) |
| Löslichkeit in Wasser | Praktisch unlöslich (ca. 2,9 mg/l bei 25 °C) |
| pH-Wert der Suspension | ca. 8–9 (wässrige Suspension; Wert abhängig von Konzentration und Temperatur) |
| Dichte | ca. 3,37 g/cm³ |
| Verfügbare Verpackungsgrößen | 250 g / 500 g / 1 kg / 5 kg / 25 kg |
| Dokumentation | Sicherheitsdatenblatt (SDS), Analysezertifikat (CoA), Technisches Datenblatt |
B2B-Geschäftsbedingungen – Kupferhydroxid im Großhandel
Wir arbeiten mit Geschäftskunden in ganz Polen und der Europäischen Union zusammen. Wir bieten flexible Konditionen, die sowohl auf die Bedürfnisse kleiner Labore als auch großer Produktionsbetriebe zugeschnitten sind.
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- Großhandelslieferungen – Auftragsabwicklung ab 1 kg, Lieferung in ganz Polen und der EU, ADR-Transport für größere Mengen.
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Kupferhydroxid – Preis und Preisfaktoren
Der Preis für Kupfer(II)-hydroxid hängt von mehreren entscheidenden Faktoren ab:
- Chemische Reinheit: Produkte der Reinheit „p.a.“ (pro analysi) sind aufgrund höherer Qualitätsanforderungen und zusätzlicher analytischer Kontrollen teurer als Produkte der Reinheit „cz.d.a.“.
- Bestellmenge: Der Preis pro Kilogramm sinkt bei größeren Mengen; Mengenrabatte sind bereits ab 5 kg erhältlich.
- Produktform: Trockenpulver vs. gebrauchsfertige Suspension; je nach Anwendungszweck können unterschiedliche Formen kostengünstiger sein.
- Verpackung: Standardverpackungen vs. Spezialbehälter für feuchtigkeitsempfindliche Produkte.
- Dokumentation: Zusätzliche Zertifikate (z. B. GMP) können sich auf den Endpreis des Produkts auswirken.
Einzelhandelsbestellungen (250 g – 1 kg): Preis auf Anfrage.
Großhandelsbestellungen (5 kg und mehr): individuelle Preisgestaltung mit Mengenrabatt.
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Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, vor einer größeren Bestellung ein Muster von Kupfer(II)-hydroxid zu bestellen. Für B2B-Kunden erstellen wir individuelle Angebote unter Berücksichtigung folgender Faktoren:
- Umfang und Häufigkeit der Bestellungen
- Anforderungen an Dokumentation und Zertifizierung
- Besondere technische Anforderungen (Reinheit, Verpackung)
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Adresse:
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Öffnungszeiten der Vertriebsabteilung:
Montag – Freitag: 8:00 – 16:00 Uhr
Was ist Kupfer(II)-hydroxid?
Kupfer(II)-hydroxid ist eine anorganische chemische Verbindung aus der Gruppe der Übergangsmetallhydroxide, in der das Kupferion Cu²⁺ mit zwei Hydroxylgruppen OH⁻ verbunden ist. Unter normalen Bedingungen liegt diese Substanz in Form eines blauen, gelartigen Niederschlags oder eines feinkörnigen Pulvers mit einer charakteristischen Farbe vor – typisch für zweiwertige Kupferverbindungen. Die Verbindung ist in Wasser praktisch unlöslich, weshalb sie bei Kontakt mit wässrigen Lösungen als Niederschlag ausfällt.
Kupferhydroxid ist eines der wichtigsten chemischen Reagenzien, das sowohl in analytischen Laboren als auch in der Industrie zum Einsatz kommt. Seine Eigenschaften – die Reaktivität mit Säuren und Basen sowie die Fähigkeit, Komplexe zu bilden – machen es zu einer Verbindung mit einem breiten Anwendungsspektrum, das von der analytischen Chemie über die Keramik bis hin zum Pflanzenschutz reicht.
Chemische Formel und Struktur von Cu(OH)₂
Die Summenformel von Kupfer(II)-hydroxid lautet Cu(OH)₂, wobei Cu für Kupfer in der Oxidationsstufe II steht und OH für zwei Hydroxylgruppen steht. Die Molmasse der Verbindung beträgt 97,56 g/mol. Die Verbindung ist unter der CAS-Nummer 20427-59-2 und der EG-Nummer 243-815-9 registriert. In der IUPAC-Nomenklatur lautet die vollständige Bezeichnung Dihydroxykupfer(II) oder Kupfer(2+)hydroxid.
In der Kristallstruktur sind die Cu²⁺-Ionen von OH⁻-Gruppen umgeben, die ein charakteristisches Gitter bilden. Die Verbindung ist thermisch instabil – die Zersetzung zu Kupferoxid (CuO) und Wasser beginnt bereits im Bereich von 80–100 °C, die vollständige Zersetzung erfolgt bei höheren Temperaturen. Gerade diese Reaktion: Cu(OH)₂ → CuO + H₂O ist in der Keramik und Glasurherstellung von praktischer Bedeutung. Kupferhydroxid neigt zudem dazu, Komplexe mit Ammoniak zu bilden – das Produkt dieser Reaktion, der Tetraaminodiacquperkomplex(II) [Cu(NH₃)₄(H₂O)₂]²⁺, hat eine intensiv blaue Farbe und ist als Schweitzer-Flüssigkeit bekannt.
Basizität und Reaktivität von Cu(OH)₂
Kupfer(II)-hydroxid wird in der chemischen Literatur vor allem als schwache anorganische Base klassifiziert. Es reagiert mit Säuren unter Bildung von Kupfersalzen und Wasser – dies ist sein vorherrschendes und eindeutiges Merkmal. Beispielsweise führt die Reaktion mit Schwefelsäure zur Bildung von Kupfersulfat(II): Cu(OH)₂ + H₂SO₄ → CuSO₄ + 2H₂O.
In einer konzentrierten NaOH-Lösung und bei erhöhter Temperatur kann Cu(OH)₂ einen schwachen sauren Charakter zeigen und Tetrahydroxokupfer-Anionen [Cu(OH)₄]²⁻ bilden. Diese Reaktion verläuft jedoch wesentlich schwieriger als bei klassischen amphoteren Hydroxiden wie Al(OH)₃ oder Zn(OH)₂ und wird nicht als vorherrschende Eigenschaft der Verbindung angesehen. Aus diesem Grund ist die Bezeichnung von Cu(OH)₂ als amphotere Verbindung – obwohl sie in einigen Quellen zu finden ist – mit Vorbehalt zu betrachten: Der saure Charakter ist hier sehr schwach ausgeprägt und von Bedeutung vor allem unter Laborbedingungen, nicht jedoch in der Industrie.
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Wie erhält man Kupferhydroxid? Herstellungsverfahren
Kupfer(II)-hydroxid lässt sich durch verschiedene labortechnische und industrielle Verfahren herstellen. Am häufigsten werden die Fällungsreaktion unter Zugabe einer Base sowie die Reaktion von Kupfersalzen mit einem geeigneten alkalischen Reagenz angewendet. Jede dieser Methoden liefert ein Produkt mit leicht unterschiedlichen Eigenschaften – unterschiedlichem Kristallisationsgrad, unterschiedlicher Partikelgröße und Reaktivität.
Fällungsreaktion – Natrium- oder Kaliumhydroxid
Die einfachste und im Labor am häufigsten angewandte Methode zur Gewinnung von Kupfer(II)-hydroxid (II) ist die Reaktion einer Lösung eines Kupfersalzes (z. B. Kupfersulfat CuSO₄) mit einer Lösung von Natriumhydroxid (NaOH) oder Kaliumhydroxid (KOH). Die Reaktion verläuft nach folgendem Schema:
CuSO₄ + 2 NaOH → Cu(OH)₂↓ + Na₂SO₄
Als Ergebnis der Reaktion entsteht ein charakteristischer blauer, geleeartiger Niederschlag aus Cu(OH)₂. Das Produkt fällt unmittelbar nach dem Vermischen der Lösungen aus. Der Niederschlag muss abfiltriert, mit destilliertem Wasser gewaschen werden, um Sulfat- und Natriumionen zu entfernen, und anschließend bei niedriger Temperatur (deutlich unter 80 °C) getrocknet werden, um eine thermische Zersetzung zu CuO zu verhindern. Dieses Verfahren wird sowohl in analytischen Laboren als auch in industriellen Prozessen angewendet.
Reaktion von Kupfernitrat oder Kupfersulfat mit einer Base
Kupfer(II)-hydroxid lässt sich auch aus anderen Kupfersalzen – Kupfernitrat Cu(NO₃)₂ oder Kupferchlorid CuCl₂ – durch Einwirkung einer verdünnten Base gewinnen. Die Reaktion von Kupfernitrat mit Natriumhydroxid verläuft nach folgendem Schema:
Cu(NO₃)₂ + 2 NaOH → Cu(OH)₂↓ + 2 NaNO₃
Das Verfahren unter Verwendung von Kupfersulfat wird aufgrund der Verfügbarkeit und der geringen Kosten des Ausgangsmaterials am häufigsten angewendet. Die Verwendung von Kupfernitrat führt zu einem Produkt mit einer etwas anderen Morphologie des Niederschlags, was bei der Weiterverarbeitung von Bedeutung sein kann. Wichtige Prozessparameter sind die Konzentration der Substratlösungen, die Reaktionstemperatur sowie die Geschwindigkeit der Basenzugabe – diese Parameter beeinflussen die Partikelgröße und die Reinheit des Produkts.
Physikalisch-chemische Eigenschaften von Kupferhydroxid
Kupfer(II)-hydroxid liegt in fester Form als blaues, feinkörniges Pulver oder als gelartiger Niederschlag vor. Die Farbe der Verbindung ist charakteristisch für Cu²⁺-Ionen und resultiert aus der Absorption von sichtbarem Licht durch die d-Orbitale des Kupferelektrons.
Löslichkeit: Die Verbindung ist in Wasser praktisch unlöslich (ca. 2,9 mg/l bei 25 °C), und der pH-Wert der wässrigen Suspension beträgt ca. 8–9, was den basischen Charakter der Verbindung widerspiegelt. Es löst sich gut in Säuren (verdünnter Schwefelsäure, Salzsäure, Salpetersäure) unter Bildung von Kupfersalzen sowie in einem Überschuss an Ammoniak – dabei entsteht ein tiefblauer Tetraaminodiacquaskomplex(II).
Thermische Stabilität: Cu(OH)₂ ist thermisch instabil – die Zersetzung zu schwarzem Kupferoxid CuO und Wasser beginnt im Bereich von 80–100 °C (Zersetzungsbeginn), und die vollständige Zersetzung erfolgt bei höheren Temperaturen. Das Produkt sollte deutlich unterhalb dieser Grenze gelagert und getrocknet werden.
Dichte: ca. 3,37 g/cm³ (für die kristalline Form); der Wert kann je nach Hydratationsgrad und Herstellungsverfahren variieren.
Reaktivität: Reagiert mit Säuren (unter Bildung von Kupfersalzen) und mit Ammoniakwasser (Tetraaminodiacquaskupfer(II)-Komplex); zerfällt thermisch im Bereich von 80–100 °C. In konzentrierter NaOH und bei erhöhter Temperatur kann es schwach saurer Charakter zeigen.
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Anwendung von Kupferhydroxid
Kupfer(II)-hydroxid ist eine Verbindung mit einem breiten Anwendungsspektrum – von der analytischen und Laborchemie über die Keramikindustrie und die Fliesenherstellung bis hin zum Pflanzenschutz in der Landwirtschaft. Im Folgenden stellen wir die wichtigsten Anwendungsbereiche von Cu(OH)₂ vor.
Anwendung im Labor und in der Analytik
In chemischen Laboren wird Kupferhydroxid als Substrat bei Biuret-Bestimmungen verwendet – einer Methode zum Nachweis und zur quantitativen Bestimmung von Proteinen und Peptidbindungen. Der Reaktionsmechanismus beruht darauf, dass Cu(OH)₂ in einem stark basischen Milieu (gegenüber NaOH) Cu²⁺-Ionen freisetzt, die mit den Peptidbindungen einen charakteristischen violett-blauen Koordinationskomplex bilden. Der eigentliche Reaktionspartner ist also das Cu²⁺-Ion in alkalischem Milieu und nicht direkt Cu(OH)₂ – diese Verbindung dient als Substrat, aus dem die aktiven Kupferionen freigesetzt werden. Das Verfahren wird häufig in der Biochemie, der analytischen Chemie und der Lebensmittelindustrie angewendet.
Cu(OH)₂ wird auch als Substrat bei der Synthese anderer Kupferverbindungen verwendet – Kupferoxid (CuO), Kupfersalze sowie Koordinationskomplexe. Als Laborreagenz dient es zum Nachweis von Aldehyden und reduzierenden Zuckern – in den Reagenzien nach Fehling und Benedict wirken die Cu²⁺-Ionen (die in basischem Milieu aus Cu(OH)₂ freigesetzt werden) als Oxidationsmittel und werden zu Cu₂O reduziert.
Industrielle Anwendung
In der chemischen Industrie wird Kupfer(II)-hydroxid als Ausgangsstoff für die Herstellung anderer Kupferverbindungen verwendet – vor allem von Kupferoxid (CuO), Kupfersulfat, Kupfernitrat sowie von Kupferkomplexen, die in der Katalyse eingesetzt werden. Es findet Anwendung als Katalysator oder Katalysatorvorläufer in ausgewählten organischen Prozessen. Es wird auch als Bestandteil von Galvanikbädern und als Mittel zur Oberflächenveredelung von Metallen eingesetzt.
In der Textilindustrie wurde die Schweitzer-Flüssigkeit – ein Cu(OH)₂-Komplex mit Ammoniak der Formel [Cu(NH₃)₄(H₂O)₂]²⁺ – historisch zum Auflösen von Zellulose und zur Herstellung von Cupramonialfasern (im Handel bekannt als Cupro oder Cupramonial-Rayon) verwendet. Obwohl dieses Verfahren industriell nicht mehr weit verbreitet ist, bleibt Kupferhydroxid ein wichtiger Ausgangsstoff bei der Synthese von Kupferkomplexen.
Kupferhydroxid in der Glasurherstellung und Keramik – alkalische Bäder
Kupfer(II)-hydroxid ist ein wertvoller Farbstoff und Veredelungsmittel, das in der Glasurherstellung und der Kunstkeramik verwendet wird. Beim Brennen von Keramik zersetzt sich Cu(OH)₂ thermisch zu Kupferoxid (CuO), das für die Färbung von Glasuren verantwortlich ist. Je nach Zusammensetzung der Keramikmasse, Brenntemperatur und Ofenatmosphäre verleiht Kupferoxid den Glasuren Farbtöne von intensivem Grün über Türkis und Blau bis hin zu Schwarz.
Von besonderer Bedeutung ist das Verhalten von Cu(OH)₂ in sauren und alkalischen Umgebungen, wie sie bei der Herstellung von Glasurbädern zum Einsatz kommen. In basischem Milieu (alkalische Bäder) bildet Kupferhydroxid Komplexe mit Hydroxylgruppen, die sich in die Struktur der Glasur einbauen und so eine intensive, gleichmäßige Färbung ergeben. In saurem Milieu löst sich Cu(OH)₂ unter Bildung von Cu²⁺-Ionen auf, die mit den Silikaten der Glasur reagieren und charakteristische Farbeffekte erzeugen. Keramiker und Glasurhersteller schätzen Kupferhydroxid wegen der Vorhersehbarkeit der Färbereaktionen und der großen Bandbreite an erzielbaren Farbeffekten – abhängig vom pH-Wert des Bades, der Konzentration der Kupferverbindung und den Brennparametern.
In der Glasurpraxis wird Kupferhydroxid in einer Konzentration von 1–5 % , bezogen auf die Trockenmasse der Glasur, meist in Form eines feinkörnigen Pulvers, das direkt in die Keramikmasse eingemischt oder als Bestandteil von Tauchbädern aufgebracht wird. Das in Laborreinheit (p.a.) erhältliche Produkt garantiert eine gleichmäßige Färbung und die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse zwischen den Produktionschargen.
Anwendung in der Landwirtschaft und im Pflanzenschutz
Kupfer(II)-hydroxid ist ein weit verbreitetes Pflanzenschutzmittel, das zur Bekämpfung von Pilz- und Bakterienkrankheiten im Obst-, Gemüse- und Ackerbau zugelassen ist. Es wirkt durch Kontakt und oberflächlich – es bildet auf der Pflanzenoberfläche eine Schutzschicht, aus der Cu²⁺-Ionen freigesetzt werden, die das Keimen von Pilzsporen und die Vermehrung von Bakterien hemmen. Es wird zum Schutz von Apfelbäumen (Apfelschorf, Feuerbrand), Kartoffeln und Tomaten (Kartoffelfäule), Weinreben (Pseudomilchtau) sowie vielen anderen Kulturen eingesetzt.
Im ökologischen Landbau ist Kupferhydroxid eines der wenigen zugelassenen Fungizide und Bakterizide. Allerdings sind Einschränkungen zu beachten – eine übermäßige Anwendung kann zu einer Anreicherung von Kupfer im Boden sowie bei zu hohen Dosierungen oder ungünstigen Wetterbedingungen zu Phytotoxizität führen.
Sicherheit und Vorschriften – Kupfer(II)-hydroxid
Kupfer(II)-hydroxid ist ein Stoff, der gemäß der CLP-Verordnung (EG Nr. 1272/2008) eingestuft ist. Beispiele für Gefahrenkategorien sind die Schädlichkeit für Wasserorganismen (H400, H410) sowie die Reizwirkung auf Haut und Augen. Die genaue Kennzeichnung ist dem aktuellen Sicherheitsdatenblatt (SDS) für die jeweilige Produktcharge zu entnehmen.
Empfohlene persönliche Schutzausrüstung: chemikalienbeständige Handschuhe (Nitril/Neopren), Schutzbrille oder Schutzmaske, Schutzkleidung; bei Arbeiten mit Staub – Halbmaske mit P2- oder P3-Filter. Arbeiten in einem belüfteten Raum oder unter einer Abzugshaube. Bei Kontakt mit Haut oder Augen: reichlich mit Wasser spülen (mindestens 15 Minuten) und ärztlichen Rat einholen gemäß dem Sicherheitsdatenblatt (SDS).
Dicht verschlossen an einem trockenen und kühlen Ort (ca. 15–25 °C) lagern, fern von organischen Stoffen, Säuren und Reduktionsmitteln. Relative Luftfeuchtigkeit unter 60 %. Transport gemäß den geltenden ADR-Vorschriften – vor dem Versand die Einstufung anhand des aktuellen Sicherheitsdatenblatts (SDS) überprüfen.
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Technische Dokumentation – Kupferhydroxid
Jeder Lieferung von Kupfer(II)-hydroxid legen wir Folgendes bei: ein REACH-konformes Sicherheitsdatenblatt (SDS), ein Analysezertifikat (CoA) für die Charge mit LOT-Nummer sowie eine technische Spezifikation. Auf Wunsch erstellen wir zusätzliche Zertifikate für Prozesse mit bestimmten Qualitätsstandards.
CAS-Nummer: 20427-59-2 | EG-Nummer: 243-815-9 | Summenformel: Cu(OH)₂ | Molmasse: 97,56 g/mol
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist Kupfer(II)-hydroxid und wie lautet seine chemische Formel?
Kupfer(II)-hydroxid ist eine anorganische chemische Verbindung mit der Formel Cu(OH)₂, die einen blauen Niederschlag oder ein blaues Pulver bildet. Es gehört zur Gruppe der Hydroxide der Übergangsmetalle. Die Molmasse beträgt 97,56 g/mol, die CAS-Nummer lautet 20427-59-2. Die Verbindung ist wasserfrei – sie darf nicht mit hydratisierten Kupfersalzen wie Kupfersulfat-Pentahydrat oder Kupferchlorid-Dihydrat verwechselt werden.
Wie lässt sich Kupferhydroxid Cu(OH)₂ herstellen?
Die am häufigsten angewandte Labormethode ist die Fällungsreaktion von Kupfersalzen (z. B. Kupfersulfat CuSO₄) mit einer Natrium- oder Kaliumhydroxidlösung: CuSO₄ + 2 NaOH → Cu(OH)₂↓ + Na₂SO₄. Der ausgefällte blaue Niederschlag wird abfiltriert, gewaschen und bei einer Temperatur deutlich unter 80 °C getrocknet, um eine thermische Zersetzung zu CuO zu verhindern.
Welche Farbe hat Kupferhydroxid und warum?
Kupferhydroxid hat eine charakteristische blaue Färbung, die auf das Vorhandensein von Cu²⁺-Ionen zurückzuführen ist. Diese Ionen absorbieren Licht im rot-orangefarbenen Bereich des sichtbaren Spektrums, was der Verbindung eine intensiv blaue Farbe verleiht. Bei Erhitzung auf über ca. 80–100 °C zersetzt sich Cu(OH)₂ zu schwarzem Kupferoxid (CuO) und Wasser.
Wie wird Kupferhydroxid noch bezeichnet?
Kupfer(II)-hydroxid ist unter mehreren Bezeichnungen und Namen bekannt: copper(II) hydroxide, cupric hydroxide, Kupfer(II)-dihydroxid (IUPAC), zweiwertiges Kupferhydroxid. In handelsüblichen und technischen Dokumenten werden die Abkürzung Cu(OH)₂ sowie die CAS-Nummer 20427-59-2 verwendet.
Wofür wird Kupferhydroxid verwendet?
Kupfer(II)-hydroxid findet breite Anwendung: als Substrat bei Biuret-Proben zur Bestimmung von Proteinen (liefert Cu²⁺-Ionen in alkalischem Milieu), als Substrat für die Synthese anderer Kupferverbindungen, als Farbstoff in der Glasurherstellung und Keramik (alkalische und saure Bäder, Einfärben von Glasuren), als Pflanzenschutzmittel in der Landwirtschaft (Kontaktfungizid und -bakterizid) sowie als Bestandteil von Galvanikbädern.
Was reagiert mit Cu(OH)₂?
Kupferhydroxid reagiert mit Säuren (unter Bildung von Kupfersalzen und Wasser), mit Ammoniak (unter Bildung des intensiv blauen Komplexes Tetraaminodiacquaskupfer(II) [Cu(NH₃)₄(H₂O)₂]²⁺ – Schweitzer-Flüssigkeit) bildet) und zersetzt sich thermisch bei Temperaturen über ca. 80–100 °C zu CuO und H₂O. In konzentrierter NaOH und bei erhöhter Temperatur kann es [Cu(OH)₄]²⁻-Anionen bilden, obwohl diese Reaktion wesentlich schwerer abläuft als bei klassischen amphoteren Hydroxiden.
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Silbernitrat
Eine Verbindung mit antibakteriellen und katalytischen Eigenschaften. In der technischen Industrie als Versilberungsmittel verwendet.